Darmentzündung

Darmentzündung

Eine Darmentzündung ist die häufigste Ursache (neben der Magenentzündung) für Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Die Krankheit der Darmentzündung kann verschiedene Lokalisationen aufzeigen, das heißt man spricht von einer Darmentzündung im Dünndarm oder im Dickdarm; allerdings kann auch in beiden Teilen gleichzeitig eine Darmentzündung entstehen. Man unterscheidet zudem zwischen akuter Darmentzündung und chronischer Darmentzündung. Zur Gattung der chronischen Darmentzündung zählt die sogenannte  Morbus Crohn-Darmentzündung (Lokalisation im Dünndarm) und Colitis ulcerosa-Darmentzündung (Lokalisation im Dickdarm). Etwa 80 bis 150 von 100.000 Menschen leiden an Colitis ulcerosa, während rund 30 von 100.000 Personen an Morbus Crohn erkranken. Somit ist Darmentzündung im Dünndarm die seltenere Krankheit, wenn auch nicht ungefährlicher. Eine Hauptursache für die Beschwerden bei Darmentzündung, die den meisten Betroffenen bislang unbekannt war, ist eine Getreideunverträglichkeit (auch Zöliakie genannt). Dabei reagiert der Körper allergisch auf Getreidesubstanzen und reagiert mit Durchfall und Darmentzündung. Ob man an einer Getreideunverträglichkeit leidet, lässt sich mithilfe eines Tests feststellen. Der GlutenCHECK gibt Aufschluss über eine mögliche Getreideunverträglichkeit und ist einfach von zuhause aus durchführbar.

Häufig ist bei einer Darmentzündung neben Dickdarm und Dünndarm auch der Magen befallen, in diesem Fall ist von einer Gastroenteritis die Rede.

Meistens steht einer erfolgreichen Behandlung und einer vollkommenen Genesung der Patienten mit Darmentzündung nichts im Wege. Der Heilungsprozess einer Darmentzündung dauert etwa 3 Tage, jedoch kann eine Darmentzündung im schlimmsten Fall therapieresistent werden. Kommt es zu einem enormen Flüssigkeitsverlust während einer Darmentzündung, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

 

Darmentzündung – Ursachen

Auslöser für eine akute Darmentzündung sind Viren, Pilze, Infektionen und Bakterien. Eine weitere Ursache für eine Darmentzündung ist die Bestrahlung von Tumoren in der Nähe des Darms. Weiterhin verursacht die Bakterienform der Salmonellen eine akute, bakterielle Darmentzündung. Die Darmentzündung ist dann beispielsweise die Folge vom Verzehr roher Eier. Aber auch Allergien können Verursacher für eine Darmentzündung sein, wenn der Betroffene auf bestimmte Nahrungsmittel und Inhaltsstoffe allergisch reagiert. Zöliakie ist hier ein Stichwort, das in Verbindung mit einer chronischen Darmentzündung in Betracht gezogen werden sollte. Dabei handelt es sich um eine Getreideunverträglichkeit, auf die der Körper mit Symptomen wie Durchfall und Darmentzündung reagiert. Ein zuverlässiger Zuhause-Test kann überprüfen, ob man an der Krankheit leidet. Testen Sie hier, ob Sie an Zöliakie erkrankt sind! In südlichen Ländern ist oft verunreinigtes Leitungswasser verantwortlich für das Entstehen einer Darmentzündung. Vorbeugend sollte somit auf den Genuss von Leitungswasser in den betroffenen Regionen verzichtet werden, um einer eventuellen Darmentzündung aus dem Weg zu gehen.

 

Darmentzündung – Symptome

Eine Darmentzündung äußert sich in jedem Fall mit Durchfall und krampfartigen Bauchschmerzen. Weitere Anzeichen für eine Erkrankung an einer Darmentzündung sind Fieber, Blut oder Schleim im Stuhl, Blähungen und Muskelschmerzen. Bei anhaltender Darmentzündung verliert der Patient enorm an Gewicht und Flüssigkeit, womit es zum Kreislaufzusammenbruch kommen kann.

 

Darmentzündung – Diagnose

Schildert ein Patient beim Arzt die oben genannten Symptome einer Darmentzündung, führt der Arzt zunächst eine Untersuchung im Rumpfbereich durch und tastet dabei den Bauch des Betroffenen ab. Weiterhin wird der Blutdruck gemessen und eine Stuhlprobe entnommen, um eine Darmentzündung diagnostizieren zu können. Erst nachdem die Stuhlprobe im Labor mikroskopisch untersucht wurde, kann eine Darmentzündung nachgewiesen oder ausgeschlossen werden. Leidet man öfter an einer Darmentzündung, so lässt sich vermuten, dass es sich um eine Getreideunverträglichkeit handelt. Um diese Diagnose sicher stellen zu können, bedarf es eines Antikörpertests, der von zuhause aus einfach durchzuführen ist.

 

Verschiedene Arten von Darmentzündung

Darmentzündung kann durch verschiedene Arten hervorgerufen werden. Beide Arten der Darmentzündung können auch durch Allergene oder Giftstoffe ausgelöst werden, welche man durch die Nahrung aufnimmt. Der Körper reagiert allergisch auf diese Stoffe und entwickelt eine Darmentzündung.

Ist die Darmentzündung im Dünndarm lokalisiert, spricht man von einer Enteritis. Diese Art der Darmentzündung wird meist durch Bakterien oder Viren ausgelöst, welche durch eine vermehrte Anzahl von körpereigenen Darmbakterien entstehen.

Als Kolitis wird die Darmentzündung im Dickdarm bezeichnet. Die Betroffenen dieser Art von Darmentzündung leiden an besonders starkem Durchfall und sollten daher auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Es werden verschiedene Formen der Kolitis- Darmentzündung unterschieden, unter die unter anderen auch die chronische Morbus Crohn- und Colitis ulcerosa- Darmentzündung zählen.

 

Chronische Darmentzündung

Die Krankheitsbilder von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ähneln sich stark in ihren Symptomen und werden unter der chronischen Darmentzündung zusammengefasst.  Häufiger zu beobachten ist die Colitis ulcerosa unter den Betroffenen einer Darmentzündung – im Vergleich leiden 150 von 100.000 Menschen an einer Colitis ulcerosa- Darmentzündung und 30 von 100.000 Menschen an der Morbus Crohn- Darmentzündung. Die Gefahr im Verlauf einer chronischen Darmentzündung ist, dass die wiederkehrenden Entzündungen die Darmschleimhaut schädigen, wodurch ihre Funktion eingeschränkt wird. Dies macht die Darmentzündung zu einer starken Belastung für den Körper, da Mangelerscheinungen die Folge dieser chronischen Art der Darmentzündung sind. Ursachen für diese Krankheit sind vor allem die genetische Veranlagung für Darmentzündung und eine Infektion, die die Darmentzündung schlussendlich ausgelöst hat. Die genauen Ursachen für die Entwicklung einer chronischen Darmentzündung sind jedoch noch unklar. Es wird angenommen, dass schlechte Ernährung, Umwelteinflüsse, Bewegungsmangel und Nikotinkonsum eine Darmentzündung begünstigen.

 

Colitis ulcerosa- Darmentzündung

Bei dieser chronischen Darmentzündung zeigt sich die Krankheit durch eine erkrankte Darmschleimhaut, welche durch die Darmentzündung zerstört wird. Das Hauptsymptom von Colitis ulcerosa ist blutiger Durchfall, durch den die Darmentzündung einhergeht und sich schließlich auf den weiteren Dickdarm ausbreiten kann. Die Betroffenen einer Colitis ulcerosa- Darmentzündung sind meist zwischen 20 und 30 Jahren alt.

Morbus Crohn- Darmentzündung

Leidet man bei einer Darmentzündung an einer Autoimmunkrankheit, handelt es sich um eine chronische Morbus Crohn- Darmentzündung. Bei dieser Art von Darmentzündung ist vor allem der Dickdarm von Bakterien und Viren befallen. Das typische Symptom dieser Art von Darmentzündung ist ebenfalls Durchfall, wobei neben dem Dickdarm auch weitere Teile des gesamtes Magen- Darm- Trakts von der Darmentzündung betroffen sein können. Gewöhnlich liegt die Entstehung dieser chronischen Darmentzündung vor dem 35. Lebensjahr. Die Betroffenen von der Morbus Crohn- Darmentzündung leiden besonders an Bauchschmerzen, Durchfall, Fieber und Gewichtsverlust.